IL-17A-Inhibition | Arzt-Depesche 7/2019

Die Psoriasis an der Wurzel therapieren

Eine wesentliche Rolle in der chronischen systemischen Entzündungsreaktion, die der Psoriasis zugrunde liegt, spielt das Interleukin 17A (IL-17A). Die Therapie mit dem IL-17A-Inhibitor Secukinumab packt das Problem daher an der Wurzel und wirkt langanhaltend positiv – nicht nur auf die Haut, sondern auch auf anderen Ebenen der Erkrankung.
Wie Prof. Michael Schön, Göttingen, auf einer Veranstaltung von Novartis betonte, beeinflusst die Psoriasis mehr als nur die Haut, denn die chronische systemische Entzündung geht auch mit einem erhöhten Risiko für Gelenkbeschwerden, kardiovaskuläre Erkrankungen und metabolisches Syndrom einher. Das proinflammatorische Zytokin IL- 17A wirkt dabei direkt sowohl auf die Keratinozyten als auch auf viele weitere Gewebezellen. Indem es das IL-17A inhibiert, wirkt Secukinumab auch auf die systemischen Manifestationen der Psoriasis, so Schön.
Das gute Ansprechen auf Secukinumab verdeutlichte Schön anhand der Phase-III- Studie CLEAR. Bereits nach 16 Wochen erzielten 79 % der mit Secukinumab behandelten Patienten einen Psoriasis Area and Severity Index (PASI) 90, also einen fast völlig symptomfreien Hautzustand. Gepoolte Fünfjahresdaten der Zulassungsstudien FIXTURE und ERASURE bestätigen die langanhaltende Wirkung der Therapie.
Weitere Studiendaten zeigen außerdem unter Therapie mit Biologika – allen voran unter IL-17A-Inhibition – eine signifikante Reduktion der nicht-kalzifizierten Plaquelast und eine Plaque-Stabilisierung in den Koronararterien. Auch von einer signifikanten Verbesserung der flussvermittelten Dilatation (FMD), einem Marker der vaskulären Endothelfunktion, unter Secukinumab wurde berichtet. OH

Quelle: Fachpressekonferenz: „Psoriasis und chronische spontane Urtikaria – Immuno-dermatologische Erkrankungen umfassend therapieren“, Berlin, 1.5.2019
ICD-Codes: L40.9

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