Varia | Arzt-Depesche 5/2020

Ein Viertel der Frauen nutzt MBM

Die Anwendung der spirituellen Meditation b bei Brustkrebs ist im Vergleich zu Yoga und Achtsamkeitsmeditation noch wenig erforscht. Umso überraschender ist die Häufigkeit ihrer Anwendung.
Dem initialen Stress nach der Diagnose von Brustkrebs werden vielfältige Einflüsse auf den Krankheitsverlauf und das Befinden zugeschrieben. Nach dem National Cancer Institute wird Mind Body Medizin (MBM) als eine Gesundheitsmaßnahme definiert, zielend auf mentalen Focus, kontrolliertes Atmen und Körperbewegungen zur körperlichen und geistigen Entspannung. Damit dient MBM der Kontrolle von Schmerz, Stress, Angst und Depression und bessert außerdem das Allgemeinbefinden. Als Beispiele von MBM werden angeführt Meditation, Hypnose, Yoga und Tai Chi. In kontrollierten Studien mit Brustkrebserkrankten wurden signifikante Effekte gefunden in Bezug auf Lebensqualität, Stress, Müdigkeit, Schlaf, Angst und Depression.
Als Datenquelle für diese Untersuchung wurde der National Health Interview Survey (NHIS) von 2017 herangezogen. Die Prävalenz von Brustkrebs bei Frauen war 3,1 %. Davon hatten während der letzten zwölf Monate 25,2 % MBM genutzt. Die häufigsten angewendeten Methoden waren spirituelle Meditation (14,3 %), gefolgt von Yoga (9,6 %) und Achtsamkeitsmeditation (4,3 %). VW
Quelle: Voiß P et al.: Mind-body medicine use by women diagnosed with breast cancer: …. Support Care Cancer. 2020;28(3):1077-82. doi:10.1007/ s00520-019-04914-x
ICD-Codes: C50.9

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