Med-Info

Arzt-Depesche 1/2020

Kombinationstherapie gegen MM

In der „Late-breaking-Session“ der 61. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) wurden weitere Ergebnisse aus der Primäranalyse der Phase-III-Studie CANDOR präsentiert, in der eine Kombinationstherapie aus Kyprolis® (Carfilzomib) mit Dexamethason und Darzalex® (Daratumumab) (KdD) mit Carfilzomib und Dexamethason allein (Kd) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom (R/R MM) verglichen worden war. Es zeigte sich, dass bei Patienten, die eine KdD-Therapie erhalten hatten, das Risiko, einen Progress zu erleiden oder zu versterben, um 37 % niedriger war als unter Kd-Behandlung. So war nach einer medianen Beobachtungszeit von 17 Monaten für KdD-behandelte Patienten das mediane progressionsfreie Überleben (progression-freesurvival, PFS) noch nicht erreicht, während es für Patienten unter Kd bei 15,8 Monaten lag. Auch in den wichtigen sekundären Endpunkten Gesamtansprechrate (overall response rate, ORR), dem Komplettansprechen ohne minimale Resterkrankung (minimal residual disease, MRD) nach 12 Monaten und dem Gesamtüberleben (overall survival, OS) konnte für die KdD- eine Überlegenheit gegenüber der Kd-Therapie nachgewiesen werden. Der Vorteil einer KdD-Behandlung zeigte sich auch in Subgruppenanalysen, insbesondere bei Patienten, die bereits Lenalidomid erhalten hatten, und bei solchen, die für Lenalidomid refraktär waren. Das Sicherheitsprofil von KdD entsprach dem bekannten Sicherheitsprofil der einzelnen Substanzen. Jedoch wurden mit dieser Behandlung assoziierte Nebenwirkungen des Grad 3 und höher sowie schwere und zum Tod führende unerwünschte Ereignisse öfter unter KdD- als unter Kd-Therapie beobachtet. Die CANDOR-Studie lieferte somit zusätzliche Ergebnisse zur Wirksamkeit der Kombinationstherapie aus Kyprolis® mit Dexamethason und Darzalex® als eine potenzielle neue Behandlungsoption für Patienten mit einem R/R multiplen Myelom.
ICD-Codes: C90.0
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