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Arzt-Depesche 2/2021

Komorbidität beachten

In einer Pressekonferenz wurde auf die komplexen Herausforderungen bei der Behandlung multimorbider mRCC-Patienten eingegangen und auf die strikte Beachtung der Arzneimitteltherapiesicherheit sowie ein professionelles Medikationsund Nebenwirkungsmanagement hingewiesen.
Der Komedikationsumfang für Begleiterkrankungen von Krebspatienten mit einem fortgeschrittenen und/oder metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) umfasst im Durchschnitt fünf Substanzen. In der Onkologie sind dabei 46 % bis 58 % der Patienten mindestens einer potenziellen Drug-Drug-Interaction (DDI) ausgesetzt und 16 % bis 34 % entwickeln eine DDI, die eine Intervention oder intensive Überwachung erfordert, fasste Prof. Axel Merseburger, Uniklinikum Schleswig-Holstein, zusammen. Dr. Hartmut Reinbold, Fachapotheker für Klinische Pharmazie, erklärte, dass die theoretisch auftretende Zahl von Interaktionen (i) von der Zahl der gleichzeitig verabreichten Arzneimittel (n) abhängt und sich mathematisch errechnen lässt. Somit sind eine strikte Beachtung der Arzneimittelsicherheit, ein professionelles Medikations- und Nebenwirkungsmanagement sowie ein engmaschiges Monitoring der Komorbidität notwendig. Eine Möglichkeit, Nebenwirkungen in der Erstlinientherapie des mRCC zu minimieren, wäre, zugelassene Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor-Rezeptors (VEGFR-TKI) wie Tivozanib patientenindividuell einzusetzen. Tivozanib bietet als VEGFR-TKI der dritten Generation durch seine hohe Bindungsselektivität und den damit weniger auftretenden Off-Target-Effekten durch Interaktion mit anderen zellulären Kinasen Vorteile in der Therapie multimorbider mRCC-Patienten. GH
Quelle: Pressekonferenz: „Augen auf bei der TKI-Wahl: Mit Fotivda® der komplexen Herausforderung komorbider NZK-Patienten begegnen“, virtuell, 20.4.2021 
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