Med-Info | Arzt-Depesche 3/2018

Neue Daten zu Niraparib beim Ovarialkarzinom

Beim 42. Münchener Fachpresse-Workshop der POMME-med GmbH präsentierten Experten Neuigkeiten vom diesjährigen ASCO-Kongress. Aktuelle Studiendaten zur Therapie des rezidivierten/refraktären Ovarialkarzinoms mit dem PARP-Inhibitor Niraparib (Zejula®) präsentierte Prof. Michael Bohlmann, Mannheim. In der Phase-2-Studie QUADRA wurde der in der Erhaltungstherapie bereits etablierte Wirkstoff nun auch als Monotherapie ab der vierten Therapielinie evaluiert. Dabei erhielten über ein Viertel der eingeschlossenen Patientinnen Niraparib als mindestens sechste Therapielinie, zwei Drittel waren platinresistenz oder -refraktär und 62% mit Bevacizumab vorbehandelt. 20% hatten eine BRCA-Mutation, 48% waren HRD-positiv. Unter Niraparib wurde eine angesichts der hohen Zahl an Vortherapien beachtliche Ansprechrate von 27% erreicht, wie Bohlmann betonte. Die Krankheitskontrollrate war mit 69% ebenfalls sehr hoch. Positiv fielen auch die Ergebnisse der TOPACIO/KEYNOTE-162-Studie aus, in welcher Niraparib mit Pembrolizumab beim platinresistenten/refraktären Ovarialkarzinom eingesetzt wurde. In diesem schwer zu behandelbaren Klientel erreichte die Kombination aus Niraparib (Zejula®) und Pembrolizumab eine objektive Ansprechrate von immerhin 25% und eine Krankheitskontrollrate von 67% – laut Bohlmann ein therapeutischer Durchbruch.


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