Arzt-Depesche

Neuer Therapieoption beim MM

Auf Empfehlung eines unabhängigen Datenüberwachungsgremiums wurden die Ergebnisse der Phase-III-Studie IKEMA zu ­Isatuximab freigegeben, die zeigen, dass der primärer Endpunkt der Studie bei Patienten mit rezidiviertem Multiplem Myelom(MM)vorzeitig erreicht wurde.

Im Rahmen einer Meet-the-Expert Runde präsentierte Prof. Katja Weisel, Hamburg, aktuelle Daten der klinischen Phase-III-Studie IKEMA zu Isatixumab bei 302 Patienten mit rezidiviertem MM aus 69 Zentren in 16 Ländern. Bei  Isatuximab handelt es sich um einen monoklonalen Antikörper, der an ein spezifisches Epitop auf dem CD38-Rezeptor auf Zellen eines Multiplen Myeloms binden kann.
Die Analyse zeigte, dass unter der Kombination von Isatuximab (Isa) mit der  Standardtherapie, bestehend aus  Carfilzomib und Dexamethason (Kd), im Vergleich zur alleinigen Gabe der Standardtherapie das progressionsfreie Überleben mit einer 47 %-igen Reduktion des Risikos für Krankheitsprogression oder Tod signifikant verlängert wurde. Mit einer Negativität für die minimale Resterkrankung (MRD) in 30 % der mit Kombinationstherapie Isa-Kd behandelten Patienten im Vergleich zur alleinigen Kd-Therapie mit einer Negativität der MRD in nur 13 % der Patienten in der Intention-to-treat Population, wies die Kombinationstherapie zudem ein tieferes Ansprechen auf.  Das Nebenwirkungsprofil war überschau- und handhabbar.
Prof. Weisel resümierte, dass die Kombinationstherapie Isa-Kd einen neuen Standard in der Behandlung des rezidivierenden MM darstellt. GH

Quelle:

MEET-THE-EXPERT: Update zu Isatuximab: Aktuelle Studiendaten und die Notwendigkeit neuer Therapieoptionen für Patienten mit Multiplem Myelom, 15. Juni 2020, Virtuell im Rahmen des 25. EHA 2020 Veranstalter: Sanofi Genzyme; Isatuximab

 

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