Onkologie | Arzt-Depesche 8/2019

Passende Diät kann vorbeugen

Eine Studie aus Norditalien beschäftigte sich mit dem Zusammenhang zwischen Lebensmittelkonsum und dem Risiko, an einem kutanen Melanom zu erkranken.
In die Studie wurden 380 Melanompatienten (175 Männer, 205 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 58 bzw. 53 Jahren und 719 passende Kontrollprobanden aus den Provinzen Bologna, Ferrara, Modena, Parma und Reggio Emilia eingeschlossen.
Es zeigte sich eine positive Assoziation zwischen hohem Konsum von Getreide, Süßigkeiten, Schokolade sowie überraschenderweise auch Kraut und der Entwicklung eines malignen Hautmelanoms (Odds Ratio [OR] = 1,32; OR = 1,22; OR = 1,51; OR =1,52 entsprechend). Ein hoher Konsum von Hülsenfrüchten, Olivenöl, Eiern, Knoblauch und Zwiebeln korrelierte hingegen mit einem niedrigeren Risiko, ein Melanom zu entwickeln (OR = 0,77; OR = 0,77; OR = 0,58; OR = 0,8 entsprechend), was somit auf eine protektive Wirkung dieser Nahrungsmittel schließen lässt.
Somit kann das Ernährungsverhalten auch eine Rolle bei der Melanomentstehung spielen und sollte aufgrund potenzieller Auswirkungen auf Gesundheitspräventionsmaßnahmen weiter untersucht werden. GH

Quelle: Malagoli C et al.: Food and beverage consumption and melanoma risk: ... Nutrients. 2019; 11(9); pii: E2206; doi: 10.3390/nu11092206
ICD-Codes: C43.9

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