Psoriasis | Arzt-Depesche 9/2020

Risiko für Kontaktdermatitis

Bei atopischer Dermatitis (AD) und Psoriasis ist die Schutzbarriere der Haut gestört. Dadurch wird die Aufnahme von Reizstoffen, Allergenen und Mikroben begünstigt. Doch welches Verhalten fördert die Entstehung einer zusätzlichen Kontaktdermatitis?
In 90 % der Fälle handelt es sich bei beruflichen Hauterkrankungen um eine Kontaktdermatitis. Eine spanische Studie setzte sich zum Ziel, Patienten mit Kontaktdermatitis, die gleichzeitig an einer AD oder Psoriasis litten, zu charakterisieren und auf Ähnlichkeiten oder Unterschiede im Kontaktverhalten zu prüfen. Hierfür wurden 206 Patienten in die Studie eingeschlossen (davon 76 Patienten mit AD und 130 mit Psoriasis). Das Alter der Probanden lag zwischen 18 und 80 Jahren; 58,3 % der Patienten waren Frauen. Bei der Mehrheit der Teilnehmer mit AD handelte es sich um Büroangestellte (n = 34; 44,7 %), in der Psoriasis-Gruppe waren es Reinigungskräfte (n = 44; 33,8 %).
In beiden Gruppen trat Kontaktdermatitis bevorzugt an den Händen auf (43,4 % in der Neurodermitis- Gruppe; 77,7 % in der Psoriasis- Gruppe). Darüber hinaus hatten 23,7 % der Patienten mit AD eine Gesichtsbeteiligung, im Vergleich zu 5,4 % der Psoriasis-Patienten. Das häufigste klinisch relevante Allergen in beide Gruppen war Nickelsulfat. Es wurden signifikante Assoziationen zwischen Nassarbeitsberufen und Psoriasis gefunden. Zudem wurde ein Zusammenhang zwischen Gesichtskontaktdermatitis und AD gefunden. Es zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen für Patch-Testergebnisse (p = 0,194). DM
ICD-Codes: L40.9

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