Protonenpumpen-Inhibitoren | Praxis-Depesche 4/2020

Erhöhtes Risiko für Magenkrebs

PPI erhöhen das Risiko für Magenkrebs und sollten daher nur bei klarer Indikation und nicht länger als notwendig eingesetzt werden.
Obwohl PPI zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten gehören, werden sie mit erhöhtem Risiko für Magenkrebs in Verbindung gebracht. Ein Literatur- Review der letzten fünf Jahre untersucht eine mögliche Assoziation. Die Autoren fassten Studien mit über 20.000 Teilnehmern zusammen. Eingeschlossen wurden auch zwei landesweite Studien: Die Cheung KS-Studie mit 63.397 Teilnehmern aus Hong Kong untersuchte die Assoziation bei Patienten, deren H.-pylori- Infektion erfolgreich mit Triple-Therapie behandelt wurde. Hier stieg das Risiko für Magenkrebs abhängig von der Therapiedauer.
Die zweite Studie aus Schweden schloss 797.067 Teilnehmer ein und untersuchte die Assoziation abhängig von der von der PPI-Indikation. In dieser Studie zeigten sich 2.219 Fälle von Magenkrebs, auch hier stieg das Risiko mit der Dauer der PPI-Behandlung.
Die Autoren schließen daraus, dass dauerhafte PPI-Medikation das Risiko für Magenkrebs abhängig von Dosis und Dauer und unabhängig von Geschlecht und Alter erhöht. MR
Quelle: Abbas MK et al.: The safety of long-term daily usage of a proton pomp inhibitor: A literature review. Cureus 2019; 11(9): e5563. doi 10.7759/cureus.5563
ICD-Codes: C16.9

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