Akne & Aktinische Keratose | Arzt-Depesche 1/2019

Neue Mixtur für hyperkeratotische Läsionen

Für aktinische Keratosen mit ausgeprägter Hyperkeratose können nicht alle verfügbaren topischen Medikationen eingesetzt werden. Ein in Italien entwickeltes Kombinationspräparat zeigte bei solchen Läsionen gute Ergebnisse.

Zur Häufigkeit der hyperkeratotischen Form aktinischer Keratosen liegen unterschiedliche Angaben vor. Sie reicht von rund 10 % auf der Kopfhaut bis zu 25 % an den Beinen. Ziel des Einsatzes von topischen Präparaten ist eine Reduktion der Hyperkeratose. Dazu eignen sich Salicylsäure und Harnstoff (Urea). Das eigentliche Therapeutikum sollte oxidative Zellschäden reduzieren und die DNA-Reparatur anregen. Die dafür passende Substanz, 2,4 ,6 - Octatriensäure, wurde für die Therapie mit Urea kombiniert. In einer offenen Phase-IV-Studie wurde diese an 40 Patienten getestet, welche mindestens zwei hyperkeratotische Läsionen im Gesicht aufwiesen. Zusammen mit einer Sonnencreme wurde das Produkt über zwei Monate täglich aufgetragen. Anhand von Fotografien wurde die Veränderung der Zahl von Herden gegenüber der Ausgangslage festgehalten, wobei eine partielle Clearance (Rückgang um mindestens 75 %) als Endpunkt galt. Bis zum Ende der Behandlung war die Zahl der Läsionen pro Patient signifikant um 83,56 % zurückgegangen. Nach drei weiteren Monaten waren es noch einmal 41,7 %. Zum kompletten Verschwinden der Keratosen kam es bei 57,5 % bzw. 82,5 % der Patienten. Das Präparat wurde auch in periorbitalen Regionen gut vertragen. Über Nebenwirkungen ist nichts bekannt. WE


Quelle:

De Padova MP et al.: A single-arm, open-label, phase IV study to evaluate the efficacy of a topical formulation for hyperkeratotic .... Dermatol Ther 2018; 8: 455-62

ICD-Codes: L30.8

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