Gastroenterologie | Arzt-Depesche 3/2018

Palliative partielle Gastrektomie mittels Hybridtechnik

Auch wenn bei einem fortgeschrittenen Magenkarzinom eine Gastrektomie mit kurativer Intention nicht mehr möglich ist, so besteht doch oft die Indikation für eine palliative partielle Gastrektomie, insbesondere bei rezidivierenden Blutungen. Eine solche kann heute mittels eines minimal invasiven Hybrideingriffs, also mit dem kombinierten Einsatz von Laparoskopie und Endoskopie schonend durchgeführt werden, wie der folgende Fallbericht zeigt.

Bei einer 68-jährigen Patientin diagnostizierte man ein fortgeschrittenes Magenkarzinom. Eine kurative Opartion war nicht mehr möglich, und die Patientin war in einem schlechten Allgemeinzustand. Aufgrund rezidivierender gastraler Blutugen, die wiederholte Bluttransfusionen erforderlich machten, bestand die Indikation für eine palliative partielle Magenresektion. Wegen der bestehenden multiplen Begleiterkrankungen, nämlich Leberzirrhose (Child-Pugh-Score B), KHK und Aortenstenose, kam aber ein größerer operativer Eingriff nicht in Frage. Deshalb entschloss man sich zu einem minimal invasiven Hybrideingriff.
Mittels Laparoskopie und Endoskopie gelingt auf sehr schonenden Weg die palliative partielle Gastrektomie, wie der Fall belegt. Der Heilungsvelauf war komplikationslos, und innhalb der ersten 6 Monate postoperativ trat auch kein Rezidiv auf. Die Autoren dieses Fallberichts emfehlen deshlab die Hybridtechnik als schonenden palliativen Eingriff bei Patienten mit einem fortgeschrittenen Magenkarzinom und einem Hoch-Risiko-Profil. PS

Quelle:

Palliative surgery for advanced gastric cancer: Partial gastrectomy using the inverted laparoscopic and endoscopic cooperative surgery method. 

ICD-Codes: C16.0

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