Immunologie | Arzt-Depesche 4/2018

Superhochdosis- Desensibilisierung

Eine Vorab-Desensibilisierung kann das Abstoßungsrisiko von Patienten mit donorspezifischen Antikörper (DSO) senken. Nun wurde ein spezielles Superhochdosis-Protokoll erprobt.

Das in dieser Studie an 17 Patienten vor geplanter Nieren-Tx getestete kurzzeitige Superhochdosis-Regime (4g/kg) wurde mit Plasmapherese kombiniert. Die Effektivität bestimmte man mittels Durchflusszytometrie-Crossmatch (FCXM).
Die T-Zell-FCXM-Ratio betrug vor Start des Protokolls median über 1,4. Nach zweimaliger Plasmapherese erfolgte an vier Tagen die Gabe von je 1g/kg IVIG über eine Woche verteilt. Nach den vier Gaben waren 47,1% der Patienten FCXM-negativ (T-Zellen). Nach vier Wochen waren es geschätzt 60,3%. Die kumulativen Raten nach einer, zwei, drei bzw. vier Dosen betrugen 29,4%, 35,3%, 56,3% und 46,7%.
Eine Desensibilisierung von DSA-positiven Nierenempfängern mit einem Superhochdosis-Regime scheint demnach nur bei einer Subgruppe von Patienten erfolgreich durchführbar zu sein. CB

Quelle:

Kakuta Y et al.: Successful desensitization of T cell flow cytometry crossmatch positive renal transplant recipients using plasmapheresis and super high-dose intravenous immunoglobulin. Transplantation direct 2018; 4: e336

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