Palliativmedizin

Arzt-Depesche 1/2021

Trotz Pandemie Palliativbetreuung sichern

Der Bedeutung palliativmedizinischer Beratungen in Zeiten der COVID- 19-Pandemie sowie mögliche Wege, diese Versorgung zu gewährleisten, wurde nun näher auf den Grund gegangen.
Eine frühzeitige Palliativversorgung bringt Vorteile; dies konnte in den letzten zehn Jahren deutlich demonstriert werden. So empfiehlt die American Society of Clinical Oncology, dass jeder Patient, jede Patientin mit fortgeschrittener Krebserkrankung innerhalb von acht Wochen nach der Diagnose ein Palliativpflegeteam aufsucht. Jetzt, angesichts der aktuellen Pandemie, sehen sich Palliativmediziner:innen mit neuen Anforderungen und Bedürfnissen konfrontiert. Palliativversorgungsteams müssen dringend Lösungen für ihre Patient: innen, sich selbst und ihre eigenen Familien finden und dabei die Risiken und Vorteile abwägen. Telemedizin ist zu einer integralen Strategie geworden, um eine frühe palliative Versorgung im ambulanten Bereich zu gewährleisten. Neu aktualisierte Vorschriften der USArzneimittelbehörde (Drug Enforcement Administration) erlauben es Palliativmediziner: innen, weiterhin neue Opioidverschreibungen und Wiederauffüllungen per Telemedizin auszustellen.
Bei Patient:innen mit COVID-19 kann sich der klinische Zustand schnell verschlechtern, sodass den Familien/ Pflegekräften nur wenig Zeit bleibt, um schwierige Entscheidungen zu treffen. Videobesuche bieten eine Form der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht und ermöglichen es mehreren medizinischen Fachkräften, gleichzeitig mit den Betroffenen/Familien/Betreuern zu sprechen. VW
Quelle: Mehta AK, Smith TJ: Palliative Care for Patients With Cancer in the COVID-19 Era JAMA Oncol 2020; Oct 1;6 (10): 1527-28
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