Perspektive | Arzt-Depesche 1/2019

Wundheilung bei Krebs unterstützen

Viele onkologische Patienten leiden infolge der onkologischen Therapie an schlecht heilenden Wunden. Die Transplantation von Stammzellen kann möglicherweise zukünftig die dermalen Regenerationsvorgänge unterstützen.

Eine vielversprechende Therapieoption stellen in vitro gezüchtete allogene oder autologe Zellen dar, die in Form einer Suspension in eine Wunde injiziert bzw. auf einem Trägermaterial appliziert werden. Angesichts des günstigen Sicherheitsprofils sowie der Langlebigkeit konzentriert sich die Forschung zur Zeit vorwiegend auf autologe Gewebetransplantationen. Epidermale Stammzellen lassen sich relativ einfach aus kleinen Hautproben gewinnen und kultivieren.
Nach erfolgreicher Transplantation in einen Hautdefekt bilden sie eine natürliche Barriere und produzieren die für die Wundheilung wichtigen Wachstumsfaktoren. Auch aus dem Knochenmark können Stammzellen zur Hautregeneration gewonnen werden. Hämatopoetische und mesenchymale Stammzellen sowie deren Mobilisierung mithilfe von Stimulationsfaktoren sind gegenwärtig ebenfalls im wissenschaftlichen Fokus.
Trotz vielversprechender Forschungsergebnisse sind zelluläre Verfahren zur Wundbehandlung aber noch nicht reif für den klinischen Alltag. LO

Quelle:

Deptuła M et al.: Wound healing complications in oncological patients: perspectives for cellular therapy. Adv Dermatol Allergol 2018; doi: 10.5114/ada.2018.72858

ICD-Codes: T79.9

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